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Landnutzungsgeschichte und Bodenerosion auf der Insel Floreana, Galápagos Inseln

Projekt Informationen


Digitales Geländemodell der Isla Floreana mit Wegenetz
Daten: USGS SRTM Daten und eigene Vermessungen GPS (Leica GS 10)


Tuff-Formation am Fuße des Cerro Witmmer

Koordination:
Hans-Rudolf Bork (Uni Kiel)
Markus Dotterweich
Bernd Tschochner (Uni Potsdam)
Andreas Mieth (Uni Kiel)
Karl-Uwe Heußner (DAI, Berlin)

Laufzeit:
08.2006 until 08.2008

Zusammenfassung

Die Galápagos-Inseln sind aufgrund ihrer besonderen Lage, der ökologischen und geologischen Situation von weltweiter Bedeutung. Jedoch sind die biologischen und faunistischen Besonder-heiten der Galápagos-Inseln sowohl durch natürliche Störungen (z. B. Vulkanausbrüche, El Niño) als auch durch anthropogene Einflüsse gefährdet. Insbesondere der zunehmende Tourismus der letzten Jahrzehnte bringt ökologische und infrastrukturelle Probleme mit sich und erfordert daher besondere Managementstrategien im Naturschutz.
Weniger beachtet wurden bisher die Aspekte der Bodenzerstörung auf dem Galápagos-Archipel. Die anthropogenen Nutzungen unter dem wechselfeuchten und tropischen Klima führten bereits in der Vergangenheit zu einer intensiven Bodendegradation. Insbesondere Starkniederschläge, wie sie z. B. während eines El Niño auftreten, können auf anthropogen genutzten Standorten die gering mächtigen und leicht erodierbaren Böden sehr leicht abspülen. Diese Bodenerosionsereignisse können so in sehr kurzer Zeit zu irreversiblen Schäden führen.
Im Rahmen der Reise stellte sich für uns die Frage, inwieweit die anthropogene Landnutzung in der Vergangenheit Eingriffe in den Naturhaushalt der Inseln vorgenommen hat. Sind sie lediglich ein Merkmal unserer Zeit sind 8 September, 2008 16:09haftsveränderungen durch den Menschen hervorgerufen, dass sie zu einer nach-haltigen Schädigung des Ökosystems führten?

Arbeitsprogramm:

  • GPS-Vermessung von Oberflächenformen, Nutzungen und Wegenetz
  • Erkundung und Untersuchung von Boden-Sedimentfolgen entlang natürlicher Profilanschnitte an Wegrändern und Schluchten
  • Anlage kleiner Bodenaufschlüsse und Abteufung von Bohrungen (bis 2 m)
  • Entnahme von Bodenproben und datierbarem Material
  • Auswertung, Visualisierung und Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der geoökologischen und landnutzungsspezifischen Zusammenhänge

Kooperation

  • Charles Darwin Research Station, Galápagos
  • Institut für Geoökologie der Universität Potsdam
  • Ökologie-Zentrum der Universität Kiel
  • Deutsches Archäologisches Institut

Literatur

  • Bork, H.-R. und Mieth, A. (2005): Catastrophe on an enchanted island: Floreana, Galápagos, Ecuador. Rapa Nui Journal 19: 25-29.
© Markus Dotterweich, zuetzt aktualisiert am 8 September, 2008 16:09