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Dissertation Teilprojekt 4:
Das Kerbensystem am Burgstall bei Mühlhausen; ein schützender Graben- oder Zeugnis einer Katastrophe?


Kerbensystem im Bereich des Burgstuhls bei Mühlhausen

Zusammenfassung

Im östlichen Steigerwald, etwa 3,3 Kilometer nordwestlich der Ortschaft Mühlhausen, befindet sich am Weichselberg ein etwa 1000 Meter langes, mehrgliederiges Kerbensystem, das sich bis zu einer Tiefe von zehn Metern und einer Breite von 30 Metern in die triassischen Burgsandsteinsschichten eingeschnitten hat. Zwischen zwei Kerbenästen befindet sich ein rechteckiges Burgplateau (Burgstuhl) von ca. 52 Meter Länge und 35 Meter Breite. Die Anlage wurde vermutlich im 14. Jahrundert aufgegeben.

Mit der Anlage des Burgplateaus wurden die Flächen gerodet. Beim Aushub der Burggräben wurde das entnommene Material teilweise als Wall, jedoch überwiegend zur Anhebung und Ausgleichung des südwestlichen Burgplateaus genutzt. Ein sehr starkes Niederschlagsereignis, vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, führte zu intensivem Abfluss wodurch das Kerbensystem eingeschnitten wurde. Dies führte zu einer teilweisen Zerstörung des nordwestlichen Burggrabens. Im Bereich der steilen Kerbenwände traten Hangrutschungen auf. Möglicherweise stürzten dadurch einige Mauern ein und die Steine lagerten sich teilweise an der Kerbenbasis ab. Es wurden ca. 60 000 m³ bzw. 96 000 Tonnen Bodenmaterial linienhaft erodiert.

© Markus Dotterweich, zuetzt aktualisiert am 8 September, 2008 15:02