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Dissertation Teilprojekt 6:
Das Kerbensystem bei Eggenbach


Zusammenfassung

Im Itz-Baunach-Hügelland, etwa 21 Kilometer nördlich der Stadt Bamberg, befindet südlich von Eggenbach ein bis zu 50 Meter breiter sohlenförmige Einschnitt, der von auf einer Länge von 500 Metern von einem bis zu fünf Meter tiefen und zehn Meter breiten, leicht mäandrierenden Kerbensystem durchschnitten wird. Untersucht wurde der Sedimentkörper des teilweise plombierten Kerbensystems.

Spätestens zum Ende des Frühmittelalters entwickelte sich durch intensiven linearen Abfluss rückschreitend eine bis zu fünf Meter tiefe und zehn Meter breite, leicht mäandrierende Kerbe (ca. 3000 m³). Zeitgleich mit der Einschneidung am Kerbensprung lagerten sich Hangrutschmassen und feinkörnige Kolluvien entlang der Kerbenbasis ab. Bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts war im Unterlauf der Klinge die Kerbe etwa zur Hälfte wieder verfüllt.
Anschließend wurden während eines starken Abflussereignisses Teile der am Kerbensprung anstehenden Verwitterungsschicht des Rhäts erodiert und mehrere hundert Meter weit transportiert. Im Unterlaufbereich des Tales, akkumulierte ein bis zu 80 Zentimeter mächtiges Schotterpaket. Anschließend wurde die Nutzung stark extensiviert und Bodenerosion wurde unterbunden. Im Sedimentkörper entwickelte sich ein etwa 10 Zentimeter mächtiger Humushorizont.


© Markus Dotterweich, zuetzt aktualisiert am 8 September, 2008 15:02