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Dissertation Teilprojekt 5:
Die Talrandentwicklung des Regnitztales bei Altendorf


Boden-Sediment-Kulturschichtenfolgen Im Grabungsbereich Altendorf

Zusammenfassung

Am nordwestlichen Ortsrand von Altendorf befindet ein etwa 30 Meter breiter und 2,5 Meter hoher Übergangsbereich zwischen zwei Flussterrassen der Regnitz. Im Bereich einer archäologischen Grabung (Funde aus der Spätlatènezeit bis Frühmittelalter) wurden zahlreiche kolluviale Schichten freigelegt, die auf intensive Bodenerosionereignisse während den Siedlungsphasen hinweisen.

So wurden z.B. zu Beginn der Älteren Römischen Kaiserzeit im Mittel ca. 5 Zentimeter Boden erodiert. Danach ging dort für ca. 100 Jahre die Nutzungsintensität zurück. Dies zeigt sich auch in der fehlenden Auenlehmsedimentation und in der gleichzeitigen Bodenbildung im Bereich der Grabung. Erst ab dem 2. Jh. n. Chr. lässt sich dort wieder eine großräumige Nutzungsintensivierung anhand intensiver Auenlehmablagerung nachweisen.
Eine erneute Nutzungsintensivierung belegen die Kolluvien, die ab dem 3. Jh. n. Chr., in der jüngeren Römischen Kaiserzeit abgelagert wurden. Ab dieser Zeit wurde der 20 Meter langer Hang über einen längeren Zeitraum intensiv als Siedlungs- und Kultfläche genutzt. Dadurch konnten bis zum Beginn des 4. Jh. n. Chr. mehrere Bodenerosionsereignisse auftreten, die zu einem mittleren Hangabtrag von 60 Zentimetern führten. Die kontinuierliche Nutzung des bereits stark erodierten Hanges dauerte bis zum Beginn des 5. Jh. n. Chr. Dies liegt darin begründet, dass vielmehr das Gebiet als Kult- und Siedlungsplatz und dessen Nähe zum Wasser von Bedeutung war und weniger die Bodenfruchtbarkeit. Dies hatte zur Folge, dass in Altendorf noch weitere Bodenerosionsereignisse auftreten konnten, bei denen bis zum Beginn des 5. Jh. n. Chr., noch weitere 40 Zentimeter vom Hang abgetragen wurden.


© Markus Dotterweich, zuetzt aktualisiert am 20 Oktober, 2011 8:43